© St. Marienkirche Göttingen

Auf ein Wort mit Pastor Wackernagel

Sat, 27 Mar 2021 08:25:51 +0000 von Angelika Wegner

Liebe Leserinnen und Leser!

Hätten Sie das für möglich gehalten, dass wir jetzt schon das zweite Osterfest unter Corona-Bedingungen feiern werden? Wenn wir in dieser langen Krisenzeit etwas gelernt haben, dann dass alle schönen Pläne für die nächsten Wochen nichts nützen und man neben Plan B auch Plan C, D und E in der Tasche haben muss. Das macht auf die Dauer wenig Spaß und hinterlässt eine gewisse Müdigkeit und Resignation.

Wir aber wollen Ostern und damit Jesu Auferstehung feiern feiern, gehen zuversichtlich in den Frühling hinein und haben die Hoffnung, dass durch die Impfungen doch irgendwann eine Besserung eintritt.

Unser ehemaliger Superintendent Friedrich Selter, der gerade seine Tätigkeit als Regionalbischof von Osnabrück aufgenommen hat, hat daher in seiner Antritts-Predigt die Menschen gerade angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zu Hoffnung und Zuversicht ermutigt. Der Glaube an Gott biete „eine Hoffnungsperspektive, die sich dem Verstand oft verschließt, ja, gegen die der Verstand sogar opponiert, weil die Wirklichkeit ihr so krass zu widersprechen scheint“. Nach einem Jahr Corona und der aktuell dritten Infektionswelle sehnten sich die Menschen nach Normalität, sagte Selter und äußerte Verständnis: „Wir sind es so leid.“ 

Alle bräuchten jetzt eine Hoffnung, die mehr sei „als das Pfeifen im Walde“. Die Hoffnung müsse sich auf dem Vertrauen auf Gott gründen und auf den Menschen, die sich gegenseitig Mut zusprächen, betonte der neue Regionalbischof. Er forderte die Gläubigen auf, „nach denen zu fragen, denen wir zu Nächsten werden können. Weil die Nächstenliebe unserem Glauben und unserer Hoffnung ein Gesicht gibt.“ 

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne ein gesegnetes Osterfest, bleiben Sie behütet und gesund und genießen Sie den beginnenden Frühling!

Ihr Pastor Markus Wackernagel